Düsseldorfer SC 99 |
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21.08.2018, Windscheidstr. Kunstrasen, Landesliga Niederrhein 1 |
Der Düsseldorfer SC 99 ist einer der ganz großen Traditionsclubs der westfälischen Landeshauptstadt, der
einmal - in der Spielzeit 1906/07 - die Endrunde der deutschen Fußball Meisterschaft erreichen konnte,
hier aber in der ersten Runde hoch gegen Viktoria Hamburg verlor, weil man seine englischen Spieler
nicht einsetzen durfte. Die Vorherrschaft in Düsseldorf übernahm schließlich der TSV Fortuna, der 1933
diese Endrunde bis zum Ende durchstand und im Westderby gegen Schalke 04 weiterkam, aber man war noch
lange im höherklassigen Amateurfußball zu Hause. Bei der Endrundenteilnahme nannte man sich noch
Düsseldorfer FC, 1912 kam die Umbenennung in Düsseldorfer SC 99, da sich das Sportartenspektrum im Club
verbreitert hatte. Damals bot der DSC vier Disziplinen an - inzwischen sind es derer sieben und die
Fußballer kicken in der Landesliga Niederrhein, in deren Staffel eins man heute auf den Migrantenclub
MSV Düsseldorf trifft, ausgeschrieben den Marokkanischen Sportverein von 1995.
Da der DSC nach drei Spieltagen noch verlustpunktfrei ist, während die Gäste bei zwei Remis noch keinen
Sieg haben erringen können, könnte man die Gastgeber für favorisiert halten, aber es sind die Gäste, die
nach elf Minuten zur ersten Torchance kommen und nach einer knappen halben Stunde mit der zweiten Tormöglichkeit
der Partie mit 1:0 in Führung gehen, als ein Schuss von Samir Saysay unhaltbar abgefälscht wird. Fünf Minuten vor der
Pause gleichen die Gastgeber mit einem Kopfball von Joao Lobato aus, aber damit leitet man keine Wende ein -
vielmehr liegt man nach einem Treffer von Makuntima Ntuku drei Minuten später zum Seitenwechsel schon wieder
hinten. Der DSC 99 gleicht ein weiteres Mal aus in der Mitte der zweiten Hälfte, geht aber schließlich doch
als Verlierer vom Platz, weil MSV-Coach Mohamed El Mimouni ein glückliches Händchen beweist und in der 83.
Minute Maximilian Steinebach einwechselt, der zwei Minuten später für die Entscheidung zugusten der Gäste
sorgt.
Der DSC ist auf dem Sportplatz an der Windscheidstraße zu Hause - zumindest etwas mehr als der halbe Club,
wenn man nach Disziplinen geht, denn hier gehen neben den Fußballern noch Handballer, Leichtathleten und
Volleyballer ihrem Sport nach, während Hockey, Tennis und Lacrosse an der Diepenstraße
in Gerresheim betrieben werden. Auf der Anlage an der Windscheidstraße, die nach dem Stadtteil ihrer Lage
offiziell BZA Düsseldorf heißt, findet man einen Naturrasenplatz mit Laufbahn und Traversen auf beiden
Seiten, der früher der Hauptplatz der DSC-Fußballer war. Seit der Einweihung der Anlage 1907 kickt man hier,
davor war man in Bilk, Golzheim und sogar auf der anderen Rheinseite in Oberkassel aktiv. Der letzte Umzug
brachte den Fußball im DSC 1899 auf den benachbarten früheren Nebenplatz der Anlage, der aktuell über eine
Spielfläche aus Kunstrasen verfügt und auch auf einer Seite mit ein paar Stufen ausgebaut ist.
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